Erstmals so richtig offiziell spielte die die frisch gebildete Gemeinschaft aus Wuppertal und Dortmund zusammen. Aus Caracals und Torpedos wurden die Carapedos, die erstaunlicherweiser erstmal jeder für ein spanisches Team gehalten hat. Und welches Turnier ist da besser geeignet, als das größte europäische Rasenplatz-Turnier, das Windmill Windup in Amsterdam, um die große und erfolgfreiche Ära dieses Teams einzuleiten.
Und wie es sich für ein Topteam gehört, wurde die Generalprobe schon verpatzt
Aber nicht unbedingt unerwartet. Schließlich war Gegner Nummer 1 MUC, ein Münchner Team, das Deutschland Anfang Juli in Prag bei der Club-WM vertreten wird. Das 15:2 war sicher keine Glanzleistung der Carapedos mit noch einigen Problemen, aber jeder Anfang muss ja erstmal gemacht werden.
Die nächsten beiden Spiele gegen ein italienisches und ein französisches Team wurden zwar knapper verloren, aber doch eben verloren. Die Kommunikation auf dem Platz wollte noch nicht so richtig funktionieren. Aber weit gefehlt, wer das Team nun abgeschrieben hätte. Nachdem Marie den Justin am Freitagabend ein wenig angefüllt hatte, folgte am Samstag gleich der ersehnte Auftaktsieg. Zwar gab es im Anschluss nochmal einen 15:3-Dämpfer gegen Yeahaw aus Berlin, aber man konnte bereits merken, dass sich langsam ein Team bildet (wer behauptet, dass Selbstironie nicht zusammenschweißen kann).
Fortan legten Wind, Sonne und Stimmung zu. Während die letzten beiden vor allem das Gemüt erheiterten, sorgte ersterer für eine Taktikumstellung. Kurz besprochen, wurde im Spiel gegen die “invincibles” der puppy fence ausprobiert, der einen klaren 15:6-Sieg einbrachte. Mit dieser Zone ging es dann auch ins letzte und vierte Spiel des Tages. Den immer noch starken Wind nutzten beide Teams für eine Zonenverteidigung. Die Carapedos legten sehr gut los, holten 2mal die defence und brachten die offence relativ sicher durch. Nach viel Laufarbeit und 4 Timeouts stand es nach Ablauf der Spielzeit 12:9 für die Carapedos. Und nach 10-12 Minuten (gefühlt 100) und ca. 8 turnovers (gefühlt 1000) war es dann geschafft. Nachdem Stefan S. den finalen Pass 3-4 mal verworfen hat, übernahm David das Kommando und besorgte den letzten Punkt, vielen Dank!
Am Sonntag dann ging es im letzten Spiel um Platz 33 gegen das irische Team “Flyght Club”. Der Wind war abgeflaut und so musste diesmal die Manndeckung, die an den Vortagen nur mäßig funktionierte herhalten. Und sie tat es. Das Team war deutlich wacher und laufstärker und so gelang ein hart umkämpfter 15:13-Sieg.
Mit dieser Entwicklung gehen die Carapedos nun guten Mutes nach Nürnberg zur Qualifikation für die deutsche Meisterschaften Ende Juni.
Das wichtigste zum Schluss: Von den 38 open-Teams wurde die meisten Spirit-Punkte an die Carapedos vergeben!


0 Antworten bisher ↓
Bisher keine Kommentare... Füll das Formular unten aus und schreib den ersten!
Schreib einen Kommentar!