Und die sollten kein Problem sein. Die erste und wichtigste Etappe ist mittlerweile gemeistert. Am 26. und 27. Juni gelang in Nürnberg mit einer konstanten Leistungssteigerung die Qualifikation für die 3. Liga der deutschen Meisterschaften, die Ende Juli in Jena stattfinden wird.
11 Carapedos (Torsten, David, Simon, Eddy, Alex und Dennis aus Wuppertal und Fabian, Justin, Stephan, Andreas H. und Stefan S. aus Dortmund) traten mit großer Hoffnung aber ohne große Erwartungen an. Die Erwartungen konnten nicht sehr hoch sein, da das Team erst ein paar mal zusammen trainiert hat und erst ein gemeinsames Turnier bestreiten konnte. Außerdem wurde in der Konstellation noch nie gespielt.
Trotzdem wurde das erste Spiel gegen die Tiefseetaucher aus München optimistisch angegangen, auch wenn diese zahlenmäßig deutlich überlegen waren. Das Spiel begann auf beiden Seien mit den typischen Fehlern einer ersten Begegnung. Früher abstellen konnten diese aber die Carapedos, so dass ein kleiner Vorsprung zur Halbzeit Optimismus verbreiten konnte. Nach der Halbzeit ging es gut weiter. Am Ende stand ein verdienter 13:8-Auftaktsieg.
Das zweite Spiel ging gegen das Team Thüringen, einer Mischung aus den Paradiscos aus Jena und Forrest Jump aus Ilmenau. Immer noch war der Spielfluss nicht immer optimal, aber dennoch blieben die Carapedos weitgehend überlegen. Am Ende blieb ein 12:7 stehen.
Im letzten Spiel der Vorrunde ging es gegen Ars Ludendi aus Darmstadt, die ebenfalls ihre ersten beiden Spiele gewonnen hatten, es ging also um den Gruppensieg. Die Darmstädter stellten ein gute Zone, gegen die am Anfang viele Probleme aufkamen und die Halbzeit mit 7:3 an die Hessen ging. Gegen Mitte der 2. Halbzeit bliesen die Carapedos zur Aufholjagd, kamen auf 8:10 heran, holten die Defence und standen bereits mit der Scheibe vor der Endzone. Leider war dann nicht genug Coolness vorhanden, so dass der Punkt und dann auch das Spiel verloren ging.
Als Pool-Zweiter war man aber trotzdem sicher für das Viertelfinale qualifiziert, das im Grunde ein erstes Endspiel war. Da sich 5 Mannschaften für die DM qualifizieren können, hat es jeder Halbfinalist, also Sieger des Viertelfinals, geschafft. Am nächsten Morgen sollte es also gegen einen anderen Pool-Zweiten gehen, nämlich gegen das Gastgeberteam aus Nürnberg und Erlangen.
Damit alle Spiele pünktlich zum Deutschlandspiels am Nachmittag beendet waren, ging es auch gleich um 8 Uhr morgens los. Verdammt früh, aber auf Grund der Temperaturen von über 30 Grad am Tag gar nicht so schlecht. Ein kleiner Nachteil höchstens, dass die Gegner in den heimischen gemütlichen Betten schlafen konnten. Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch einfach, weil Nürnberg sehr gut angefangen hatte, war der Start in diese Partie alles andere als erfolgreich. Die Carapedos ließen einiges fallen und waren in der Defence noch nicht wach: 6:2. Zeit für ein Timeout und die Ansage, bis zur Halbzeit bei 7 zumindest noch eine Defence zu holen. Aus einer wurde 4 und die Halbzeit ging mit 7:6 an die Carapedos, super Leistung von allen. Danach ging es munter weiter. Nürnberg erholte sich vom kleinen Schock und gewann etwas Sicherheit zurück, aber die Carapedos ließen auch nicht locker. Bei 9:8 erklang die Sirene, die Zeit war um. Nürnberg punktete, Spiel auf 11. Die Offence spielte gut durch, händelte sicher bis zur Endzone und wartete auf einen einfachen Pass in die Zone den Stephan auf Fabian spielen konnte, 10:9. Jetzt war Nürnberg in der Offence, verschaffte sich ein paar Meter Raumgewinn. Dann, beim Versuch eines Seitenwechsels läuft ein nicht gesehener Aufbauspieler einen Cut durch den Wurfweg, wird getroffen und die Scheibe geht zu Boden: turnover, matchpoint Carapedos. Die Defence steht gut, dann aber ein schneller Doppelpass von Stefan und Fabian; freier Wurf; kurzes Kopfnicken von Stefan an Justin (“Nu lauf schon nach rechts!!!”); Der Cut kommt; der Pass auch; die Carapedos sind qualifiziert!
Schnell ging es zur Sektflasche – dem Spiritpreis aus Amsterdam – und die wohlverdiente Sektdusche ging los!
Nach diesem Erfolgserlebnis konnte das folgende Halbfinale locker angegangen werden. Gegner waren die Fischbees aus Hamburg, die sich (mit angeblich zweifelhaftem Spirit) mit 10:9 gegen die Tiefseetaucher durchsetzen konnten. Den Vorschlag, das Spiel auszuflippen schlugen die Carapedos sofort aus, tsts faule Hamburger…
Auf dem Feld dann ging’s aber wenig faul und durchweg fair zu. Die Fischbees hatten den besserem Start und sicherten sich eine verdiente 7:3-Halbzeitführung. Das wollten die Carapedos nicht auf sich sitzen lassen, vor allem Justin nicht. Er holte eine Defence nach der anderen und ließ die Hamburger sichtlich verzweifeln. In der Offence, die mittlerweile sehr gut eingespielt war, waren nur wenige Fehler zu finden und so hieß es am Ende verdient 11:9 für die Carapedos. FINALE, F*CK YEAH (nur für Insider)
In dem ging es gegen das bis dahin sehr überzeugende Drehst’n Deckel aus Dresden. Zu Anfang war das Spiel sehr ausgeglichen, zumindest bis zum 3:3. Dann aber ließen die Kräfte ein bisschen nach. Dem Halbzeitstand von 4:7 war auch in der 2. Halbzeit nicht mehr genug entgegenzubringen. Es war zwar bis zum Ende ein laufstarkes Spiel von beiden Teams, aber die Sachsen waren vor allem in der defence immer wach und konnten einige eigentlich sichere Pässe ablaufen. Ein verdienter 13:7-Sieg im Finale und der Gesamtsieg der Quali.
Ebenso verdient ist sicher auch der 2. Platz der Carapedos, die sich somit gemeinsam mit Dresden, Hamburg, Darmstadt und Mainz auf die DM in Jena freuen können.


2 Antworten bisher ↓
1 Vera // Jun 28, 2010 at 18:55
“F**K YEAH”… ich lach mich schlapp
Schön, dass euch das auch aufgefallen ist.
Schöner Bericht!
2 3 mal DM // Sep 16, 2010 at 23:35
[...] der open-division traten nach der tollen Qualifikation in Nürnberg (siehe hier) die Carapedos, das neu formierte Team aus Dortmund und Wuppertal an. Mit extra angefertigten [...]
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